Politik
KI verändert, wie Menschen denken, sprechen, entscheiden — und wer ihnen dabei zuhört. Das betrifft nicht nur Kinder. Es betrifft alle, die nicht wissen, dass es passiert.
UmgangmitKI.ch ist eine unabhängige Schweizer Plattform. Wir klären auf — in Schulen, bei Eltern, in Unternehmen, in Gemeinden. Nicht weil wir gegen KI sind. Sondern weil Aufklärung die Voraussetzung für selbstbestimmten Umgang mit ihr ist.
Und weil in der Schweiz heute Hunderttausende Menschen mit KI-Systemen interagieren, die sie nicht verstehen — und die sie auch nicht verstehen müssen, solange niemand ihnen erklärt, was dabei passiert.

Kinder — die sichtbarste, aber nicht einzige Gruppe
Kinder beschäftigen uns am meisten, weil die Auswirkungen dort am tiefsten gehen: in die Sprachentwicklung, in die Fähigkeit zur Beziehung, in das Fundament von Urteilsvermögen und Identität. Ein Kind, das aufhört, seiner Mutter Fragen zu stellen — weil die KI schneller antwortet — verliert etwas, das nicht nachholbar ist.
Aber Kinder sind nicht die Einzigen, die unvorbereitet sind.

Ältere Menschen — Vertrauen ohne Grundlage
Menschen über 65 begegnen KI-Sprachassistenten, automatisierten Informationsquellen und Chatbots ohne je eine digitale Grundausbildung erhalten zu haben. Sie vertrauen diesen Systemen oft bedingungslos — weil sie höflich sind, weil sie Antworten haben, weil sie sich anfühlen wie eine Autorität.
Diese Kombination aus Vertrauen und fehlender kritischer Distanz macht ältere Menschen zu einem Ziel für Desinformation, politische Einflussnahme und kulturelle Beeinflussung durch Systeme, die nicht für sie gebaut wurden. Niemand erklärt ihnen, was hinter diesen Systemen steckt. Das müssen wir ändern.

Alle anderen — die schweigend betroffene Mehrheit
Dazwischen liegt eine grosse, stille Gruppe: Berufsleute, die KI täglich nutzen, ohne ihre Mechanismen zu kennen. Arbeitnehmende, die nicht wissen, was mit ihren Eingaben passiert. Bürgerinnen und Bürger, die politische Informationen über Algorithmen empfangen, die ihre Überzeugungen bestätigen — nicht herausfordern.
KI-Mündigkeit ist kein Luxus für Technikbegeisterte. Sie ist eine demokratische Grundkompetenz. Wer nicht versteht, wie KI-Systeme arbeiten, wessen Interessen sie vertreten und wie sie Inhalte gewichten, ist kein freier Entscheider mehr — auch wenn er glaubt, es zu sein.

Die Rolle der Politik
Schulen können ohne Mandat nicht handeln. Gemeinden können ohne Mittel nicht ausbilden. Unternehmen können ohne Vorgaben nicht schützen. Was fehlt, sind verbindliche Leitplanken: für Schulen, für den öffentlichen Sektor, für den Umgang mit ausländischen KI-Systemen auf Schweizer Boden.
Wir fordern keine Revolution. Wir fordern, was in einem Land mit direkter Demokratie möglich und nötig ist: dass die Politik dieses Thema als das behandelt, was es ist — eine Frage der nationalen Identität, der Sprachhoheit, der demokratischen Integrität und der Souveränität einer Generation.
Bis dahin arbeiten wir weiter. Mit Schulen, mit Unternehmen, mit Gemeinden. Freiwillig, unabhängig, überzeugungsbasiert.
Zu den politischen Forderungen & Petition
Sieben konkrete Forderungen an Bund und Kantone — plus die Möglichkeit, die Petition direkt zu unterzeichnen.
